Interview mit der Betreuungskaft Frau Barbara

Wir haben für Sie ein besonderes Interview vorbereitet. Eine unserer Pflegerinnen, Frau Barbara, hat uns von ihrer Arbeit erzählt. Sie finden hier Antworten auf die Fragen, die für Sie bestimmt sehr hilfreich und interessant werden.


  1. Was haben Sie beruflich gemacht, bevor Sie sich entschieden haben, in Deutschland als eine Pflegerin zu arbeiten?

Am Anfang arbeitete ich im Büro in der Verwaltung. Dann absolvierte ich eine medizinische Schule und war in einem Krankenhaus tätig, zuerst als medizinische Sekretärin und dann als medizinische Pflegerin.


  1. Warum haben Sie sich für die Arbeit in Deutschland entschieden?

Vor vielen Jahren hat mein Mann vier Jahre lang in Deutschland gearbeitet. Ich war bei ihm mehrmals zu Besuch und hatte die Möglichkeit, die deutsche Kultur kennenzulernen. Ich war aber sehr gespannt, wie das Leben bei einer deutschen Familie aussieht. Ich muss auch zugeben, dass es in Polen nicht einfach war, eine Arbeitsstelle zu finden. Die Pflegearbeit war für mich die Möglichkeit, um berufstätig zu bleiben und gleichzeitig etwas Neues kennenzulernen.


  1. Auf welchem Niveau sprachen Sie Deutsch, als Sie zum ersten Mal nach Deutschland kamen?

Bevor ich zum ersten Mal nach Deutschland kam, absolvierte ich nur einen Deutschkurs auf dem Grundniveau. Mittlerweile verstehe ich fast alles auf Deutsch, sodass ich ins Kino gehen oder das deutsche Fernsehen schauen kann. Im Gespräch habe ich auch keine Verständigungsprobleme mehr.


  1. Könnten Sie uns beschreiben, wie die ersten Tage bei einer neuen Familie aussehen, wie sieht die Einführung in Ihre Pflichten aus? Hat Ihnen jemand die Umgebung gezeigt?

Mit meiner Familie arbeite ich seit zwei Jahren zusammen, deswegen kann ich mich an den ersten Tag nicht so genau erinnern. Ich weiß nur, dass ich den Tag mit der Familie der Oma (ich nenne so die Frau, um die ich mich kümmere) verbracht habe. Wir haben zusammen gegessen. Dann haben sie mir den Hausschlüssel gegeben, haben das Haus und mein Zimmer gezeigt. Sie haben mir auch gezeigt, wo die Fahrräder stehen. Ich habe dort ein Fahrrad zur Verfügung. Wenn ich Lust habe, fahre ich manchmal mit den Enkelkindern der Oma Rad, was mir viel Freude bereitet. Und am Wochenende hat mir die Familie die Stadt Essen gezeigt, wir haben in der Stadt einen Kaffee getrunken. Ich fühle mich jetzt in der Familie wie bei mir zu Hause und wie ein Familienmitglied. Wir haben zusammen viel besichtigt. Wir waren z.B. in Holland, wo sie mir den Ort gezeigt haben, woher die Oma kommt.


  1. Könnten Sie uns kurz beschreiben, wie Ihr typischer Arbeitstag aussieht?

Zuerst bereite ich das Frühstück für mich und für die Oma zu. Dann machen wir die Morgentoilette und wir frühstücken zusammen. Danach mache ich Ordnung in der Küche und im Badezimmer und bereite für uns das Mittagessen zu. Nach dem Mittagessen räume ich etwas auf und wir gehen spazieren. Die Oma geht mit Hilfe des Rollators. Am Abend spielen wir jeden Tag ungefähr zwei Stunden Brettspiele, z.B. Schach. Oft organisieren wir das gemeinsame Bücherlesen. Wir haben deutsch-polnische Bücher. Ich lese laut einen Text auf Deutsch vor und sie korrigiert meine Aussprache. Ich bemühe mich mit ihr viel zu sprechen, das ist sehr wichtig, weil sie an Depressionen leidet. Sie ist für mich wie eine gute Freundin.


  1. Was hat sich in dieser Arbeit als das Schwierigste ergeben?

Das größte Problem ist die Sehnsucht. Zum ersten Mal war ich bei der Familie 3,5 Monate lang, weil sie mich damals sehr brauchten. Es war sehr schwierig. In Polen wartete auf mich mein Ehemann. Jetzt fahre ich immer für zwei Monate .


  1. Was könnten Sie einer Familie empfehlen, die auf der Suche nach einer Pflegerin ist? Welche Eigenschaften sollte eine Pflegerin besitzen?

Man soll sehr darauf achten, ob die Pflegerin empathisch ist. Das ist meiner Meinung nach die wichtigste Eigenschaft einer Pflegerin. Man sollte auch genau den Aufgabenbereich besprechen, vor allem wenn es sich um das Aufräumen handelt. Man sollte auch nicht sofort die älteren Pflegerinnen ausschließen. Ein großer Vorteil der älteren Betreuerinnen ist die Tatsache, dass sie sich mit ihrem Temperament besser an die zu betreuende Person anpassen können. Wichtig ist auch, dass man die Frage des Rauchens bespricht, weil das später zu unangenehmen Situationen führen kann.


  1. Warum haben Sie sich für die Zusammenarbeit mit GoWork entschieden?

Ich habe die Anzeige von GoWork in einer Zeitung gefunden. Ich bin der Meinung, dass die Firma sehr zuverlässig ist. Es gibt auch keine Gebühren für die Vermittlung. Was ich auch für wichtig halte, ist die Tatsache, dass bei GoWork sehr nette Menschen arbeiten.



In den nächsten Wochen finden Sie auf unserem Blog regelmäßig Berichte aus dem Arbeitsalltag von Frau Barbara. Wir laden Sie sehr herzlich zur Lektüre unseres Blogs ein!





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